ECC-Speicher
ECC-Speicher erkennt und korrigiert Bitfehler im laufenden Betrieb. Er verhindert unbemerkt falsche Ergebnisse und findet sich vor allem in Workstations.
Was ist ECC-Speicher?
ECC steht für Error Correcting Code. Solcher Arbeitsspeicher erkennt Bitfehler und korrigiert sie im laufenden Betrieb, statt sie unbemerkt in die Berechnung einfließen zu lassen.
Warum das wichtig sein kann
Bitfehler entstehen selten, aber sie entstehen — durch Höhenstrahlung, Alterung oder elektrische Störungen. Bei Büroarbeit bleibt das folgenlos. Bei einer mehrstündigen Simulation, einem Renderlauf oder einer Finanzberechnung kann ein einzelnes gekipptes Bit ein falsches Ergebnis erzeugen, ohne dass eine Fehlermeldung erscheint. Genau das verhindert ECC.
Voraussetzungen
ECC muss von Prozessor, Chipsatz und Speichermodul gemeinsam unterstützt werden. In der Praxis findet sich das bei Workstations mit Xeon- oder Threadripper-Prozessoren, nicht bei gewöhnlichen Bürogeräten.
Kosten
ECC-Module sind teurer und minimal langsamer als gewöhnlicher Speicher. Der Aufpreis lohnt sich dort, wo ein unbemerkt falsches Ergebnis teurer wäre als die Mehrkosten.